Artikel vom 06.10.2018

TSV Nordmark Satrup - Schleswig 06

Fast ein Remis – 06 unterliegt erst in der Nachspielzeit

SATRUP Nach den vernichtenden 0:10-Niederlagen in den beiden letzten Punktspielen hatte TSV-Coach Detlev Hinrichs gegen Schlusslicht Schleswig 06 schon die Befürchtung, dass sich seine Mannschaft sich schwer tun würde. Und genau das ist trotz des glücklichen 2:1-Erfolges durch einen Treffer in der Nachspielzeit eingetreten. Hinrichs: „Über fast die gesamten 90 Minuten konnten wir nicht an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen.“

„Wir sind mit dem Ziel ins Spiel gegangen, diesmal die Anzahl der Gegentreffer in Grenzen zu halten. Dann hatten wir beim Tabellenzweiten sogar fast ein Remis sicher. Dass das 2:1 für Satrup dann in der vierten Minute der Nachspielzeit fällt, ist natürlich sehr unglücklich, doch mit der gesamten Leistung sind wir alle zufrieden“, meinte 06-Coach Torben Schulz.

Nur schleppend kamen die Hausherren gegen die defensiv gut stehenden Schleistädter ins Spiel. Torchancen waren Mangelware. So dauerte es bis zur 43. Minute, ehe ein Goos-Zuspiel bei Hendrik Böhm landete und dieser mit einem Distanzschuss das 1:0 erzielte. „Auch als wir so kurz vor der Pause den ersten Gegentreffer kassierten, gingen in der Kabine die Köpfe nicht nach unten, sondern die Spieler beschlossen, nun eine Trotzreaktion zu zeigen, was ja auch gelang“, erzählte der 06-Coach.

Sein Gegenüber stellte seine Truppe in der Pause neu ein, aber es fehlte weiterhin die Leichtigkeit, während die Gäste hauptsächlich auf Torsicherung bedacht waren. Hinrichs: „Man hatte nie das Gefühl, dass Schleswig ausgleichen konnte, oder wir das zweite Tor erzielen würden.“

Während die Chancen der Angeliter, Goos-Kopfball nach Clausen-Ecke (70.) und ein Abschluss von Christian Döhrwaldt (80.), verpufften, fiel völlig überraschend der Ausgleich. Die Satrup-Abwehr klärte eine Ecke nicht konsequent, so dass Kamil Mackowiak in der 89. Minute zum 1:1 traf. „Danach waren wir erst wieder Satrup“, so Hinrichs. Mit Macht drängten sie auf den Siegtreffer, der Leif Peters nach Clausen-Ecke gelang (90. +4).

Trotz der Niederlage war Schulz mit dem Auftreten seines Teams zufrieden. „Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen konnte ich diesmal endlich eine schlagkräftige Mannschaft, die wieder an sich glaubt, auf den Platz schicken. Wir müssen nun in Ruhe weiterarbeiten und uns auf die nächste Aufgabe gegen Brunsbüttel konzentrieren.“ wsi/um
Aufstellung: J.Mathiesen – Reimer, Fritz, Peters, Hemmersbach – Clausen, Andresen, Böhm (87.Jacobsen), Goos – Nielsen (78.Döhrwaldt), Luca Petersen (57.D.Matthiesen)