Artikel vom 15.09.2018

TSV Nordmark Satrup - Eckernförder SV

Der Eckernförder SV hat drei Punkte beim starken Aufsteiger TSV Nordmark Satrup am Sonnabend leichtfertig und unnötig verspielt. Die Mannschaft von Trainer Maik Haberlag hatte ein frühes 1:0 vorgelegt und war fast eine Stunde mit einem Mann mehr auf dem Platz, dennoch gab es in den letzten fünf Minuten noch die kalte Dusche mit zwei späten Gegentreffern. So unterlag der ESV am Ende mit 1:2 (1:0). „Es hat mich richtig enttäuscht und aufgeregt, denn wir haben nach der Pause einfach alle zusammen zehn Prozent nachgelassen. Ich hoffe, diese Niederlage ist eine Warnung für mein Team“, so der Eckernförder Coach.

Für die Satruper, die nach diesem Erfolg weiter auf der Erfolgswelle reiten und Tabellenzweiter bleiben, war es ein Sieg der Moral. Gegen im zweiten Abschnitt pomadig auftretende Eckernförder drehte der einsatzfreudige TSV Nordmark Satrup noch das Spiel. Der erste Abschnitt wurde noch von taktischen Zwängen geprägt. Eine Initialzündung der Gäste bewirkte deren Coach Maik Haberlag: „Denkt an die Laufwege in die Tiefe.“ Minuten später passte ESV-Kapitän Marc Medler von der rechten Grundlinie vors Tor, und mit einer wunderbaren Direktabnahme erzielte Christopher Nommels das 0:1 (13.). Die Antwort der Gastgeber blieb eher harmlos. Hendrik Böhm (27.), Danny Goos (35.), der vier Minuten später wegen groben Foulspiels des Feldes verwiesen wurde, und Sebastian Clausen (45.) ließen ihre Chancen aus.

Nach dem Wechsel wollten die Gäste ihren Vorsprung verteidigen. Aber der überragende Clausen und der vorbildliche Kapitän Timo Andresen trieben die dezimierten Angeliter immer wieder an. Mit Erfolg, denn die Geduld der Hausherren wurde in der Schlussphase belohnt. Zunächst verwandelte Andresen einen von Julian Zülsdorff an Dikun verursachten Foulelfmeter (86.), ehe der kurz zuvor eingewechselte Clemens Nielsen den Ball ESV-Torhüter Marcel Weynell zum siegbringenden 2:1 durch die Beine schob (88.). Glück hatte Satrup noch in der Nachspielzeit, dass Nicolas Lietz nur das Lattenkreuz traf (90.+4).

„Der Platzverweis hat uns am Ende mehr geschadet. Wir haben uns nach der Pause nur noch auf das Verwalten beschränkt. Das war zu wenig“, kritisiert Haberlag, der sich auch über den Strafstoß ärgerte, den selbst TSV-Spieler nach Abpfiff als nicht zwingend bezeichnet haben sollen. Dennoch, unter dem Strich steht eine Niederlage, die sich der ESV selber zuzuschreiben hat.
Aufstellung: J.Mathiesen -Hemmersbach, Jacobsen(53.Reimer), Peters, Fritz – Clausen, Andresen, Böhm (77.Nielsen), Goos – Sellmer (14. Luca Petersen), Dikun