Artikel vom 03.11.2020

TSV Friedrichsberg - TSV Nordmark Satrup

Heimpremiere verpatzt
Fußball-Landesliga: TSV Friedrichsberg-Busdorf verliert das Derby gegen den TSV Nordmark Satrup 1:3 / Zwei Platzverweise
 
Udo Mehrens FRIEDRICHSBERG 

Die Heimpremiere der Saison 2020/21 ist für die Fußballer des TSV Friedrichsberg-Busdorf total daneben gegangen. Nach dem Auftaktsieg bei Stern Flensburg enttäuschte die Mannschaft von Trainer Michael Schröder im Derby gegen den TSV Nordmark Satrup auf der ganzen Linie, verlor die Landesliga-Partie verdient mit 1:3 (1:2) und handelte sich noch zwei Rote Karten ein, was die Personalsituation für die kommenden Wochen nicht gerade erleichtert.

„Wir hatten uns eine Menge vorgenommen, doch nichts hat geklappt“, meinte der deprimierte Friedrichsberger Coach nach dem Abpfiff. Die Passsicherheit habe gefehlt. Im und vor dem eigenen Strafraum habe man sich zu viele risikoreiche Aktionen geleistet, die die Satruper zum Toreschießen einluden. Schröder: „Wenn es zur Pause 1:5 oder 1:6 steht, können wir uns nicht beschweren. Ich hoffe, dies war ein Dämpfer zur rechten Zeit. Nach dieser Leistung kann es nur noch aufwärts gehen.“

In der Anfangsviertelstunde bevorzugten beide Kontrahenten die sichere Variante mit zaghaften Angriffen aus einer kompakten Deckung. Doch schon bald zeigte sich, dass die Satruper Offensiv-Aktionen mehr Biss und Zielstrebigkeit aufwiesen. Nach zuvor drei gefährlichen Szenen im Friedrichsberger Strafraum fiel in der 24. Minute der Satruper Führungstreffer, als Mittelstürmer Ken Dikun eine Rechtsflanke von Clemens Nielsen eiskalt verwertete. Vier Minuten später war Dikun am 0:2 wieder maßgeblich beteiligt, als er kurz vor der Strafraumgrenze vom herauseilenden Tobias Freiberger nur durch eine Notbremse gestoppt werden konnte. Die Folge: Rote Karte für den TSV-Keeper und der zweite Satruper Treffer durch den Freistoß aus etwa 18 Metern von Jascha Malz. Neue Hoffnung keimte bei den Platzherren auf, als Jan Böhnert Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 1:2 verkürzte.

Dieser Hoffnungsschimmer war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Friedrichsberger kamen zwar tatendurstig aus der Kabine, doch sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff zeigte wiederum Ken Dikun seine Torjägerqualitäten, als er einen Pass von Paul Waterhues zum 1:3 vollendete. Nur 120 Sekunden später standen nur noch neun Blau-Weiße auf dem Feld. Auch Lars Klesing konnte den durchgebrochenen Dikun nur mit einer Notbremse aufhalten.

Nach diesem zweiten Platzverweis rissen sich die Friedrichsberger noch einmal zusammen und boten in doppelter Unterzahl eine wesentlich bessere Leistung als in der ersten Halbzeit. Angesichts des sicheren 3:1-Vorsprungs ließ es der TSV Nordmark Satrup in der letzten halben Stunde aber auch recht gemächlich angehen und tat nicht mehr als nötig.

Satrups Trainer Bernd Hansen sah sein Team als die aktivere und torgefährlichere Mannschaft: „Wir hatten ja auch noch zwei Aluminiumtreffer und weitere Chancen. Nach den beiden Platzverweisen hatten wir dann leichtes Spiel, obwohl sich die Friedrichsberger bis zum Schluss gewehrt haben.“

TSV Friedrichsberg: Freiberger - T. Brodersen, Callsen, Jensen (28. Rathjen), Kybelka - Klesing, Ohm, Ohlsen, Schubert (65. Yildirim) - Stegemann (57. F. Hagge), Böhnert. Nordmark Satrup: Mathiesen - P. Waterhues, T. Hansen, Thomsen, Jacobsen - Andresen, Nielsen (59. Luca Petersen), Malz (73. Fritz), M. Petersen (71. Kponou) - Lasse Petersen, Dikun. SR: Koch (Süderbrarup). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Dikun (24.), 0:2 Malz (30.), 1:2 Böhnert (45.), 1:3 Dikun (52.). Rote Karten: Freiberger (28., Notbremse), Klesing (54., Notbremse).